Wenige Monate nachdem Deutschlandradio den Langwellensender 177 kHz auf 24-Stunden-DRM-Betrieb umgestellt hat, wird seit dem 1. Dezember wieder in der bewährten Amplitudenmodulation gesendet. DRM-Aussendungen sollen jetzt nur noch nachts stattfinden. Die Zahl der Hörer des Langwellensenders zu Zeiten des DRM-Vollzeitbetriebs konnte man wahrscheinlich an den Fingern einer Hand abzählen. Mangels DRM-Empfänger ist auch keine Besserung in Sicht und insofern ist das (vorläufige) Aus für DRM auf 177 kHz nur konsequent.
Die Einstellung der DRM-Sendungen ist insofern bemerkenswert, als das Deutschlandradio Mitglied des DRM-Konsortiums ist. Das könnte darauf hindeuten, dass man selbst innerhalb des DRM-Kommitees nicht mehr von einem kurzfristig bevorstehenden Markterfolg der DRM-Technik ausgeht. Man darf gespannt sein, ob die Deutsche Welle ihre Ankündigung wahr macht und demnächst auch auf der Hausfrequenz 6075 kHz zeitweise DRM-Sendungen ausstrahlt.
DRM befindet sich im Regelbetrieb. Die einzige hinsichtlich Reichweite und Sendeleistung bedeutsame Station in Deutschland, die regulär in DRM gesendet hat, wird abgeklemmt. Das sieht eher nach Rückzug und nicht nach Aufbruch aus!